Mit dieser Broschüre möchten wir Ihnen kurz die Hintergründe Ihrer Erkrankung erläutern und aufzeigen, mit welchen Therapien und aktuellen Behandlungsstrategien sich der Hautzustand langfristig verbessern und Ekzemschübe wirkungsvoll verhindern lassen.
Neurodermitis
Besonders wirksam ist die Klimabehandlung an der See oder im Hochgebirge in den kälteren Monaten des Jahres. Für chronisch Hautkranke ist diese Zeit besonders schwierig. Wenig Luft und Licht gelangen an die Haut, draußen ist es feucht und kalt und drinnen trocknet die Heizungsluft die Haut aus.
Weitere TherapiemöglichkeitenNeben einer äußeren Therapie mit wirkstoffhaltigen Cremes und Salben wird der Arzt je nach Stärke der Symptome weitere Therapien verordnen.
KlimatherapieStationäre Rehabilitationsmaßnahmen in Reizklimazonen – z. B. an Nord- oder Ostsee oder in über 1 500 Meter Höhe im Hochgebirge – können häufig eine langanhaltende Besserung der Symptome bewirken. Besonders die Kombination aus allergenarmer, kühler Luft und UV-Strahlung sorgt für eine Abhärtung des Organismus, regt die Durchblutung an, aktiviert den Stoffwechsel, verbessert das Hautbild und stärkt das Immunsystem.
UV-BestrahlungSonne oder eine gezielte Bestrahlung mit UV-Licht kann
sich wohltuend auf die strapazierte Haut auswirken. Die
Lichttherapien werden oftmals in Kombination mit Salben-
oder Solebädern angewandt (Balneo-
Phototherapie (Lichttherapie)
Die Haut wird kontrollierten Mengen ultravioletten Lichts (UV-Licht) ausgesetzt,
welches dieselbe Wirkung wie Sonnenlicht hat. Es gibt zwei Arten von UV-Licht,
die für die Therapie genutzt werden — UVA- und UVB-Licht.
Phototherapie).
Diese Behandlung fördert die Regeneration der Haut
und stabilisiert die Hautbarriere. Bei lichtempfindlichen
Patienten ist eine UV-Behandlung wegen des erhöhten
Hautkrebsrisikos jedoch nur begrenzt einsetzbar.
Familien mit chronisch kranken Kindern brauchen Unterstützung. Neben der psychischen Belastung wird man sich im Alltag immer wieder mit krankheitsbedingten Problemen auseinandersetzen müssen.
Patienten- und Angehörigenschulungen bieten wichtige Hilfestellungen für den Umgang mit der Krankheitssituation. Die Betroffenen erlernen beispielsweise Entspannungstechniken und Strategien zur Minimierung der psychischen Belastung, trainieren den Umgang mit dem Juckreiz und werden im Hautmanagment geschult. Für den Fall, dass Nahrungsmittel definitiv als Auslöser für eine Verschlechterung der Neurodermitis nachgewiesen sind, erhalten die Patienten bzw. die Eltern eine umfangreiche Ernährungsberatung.
Die Patientenschulungen können je nach örtlichen Gegebenheiten ambulant oder stationär bzw. teilstationär durchgeführt werden. Sprechen Sie Ihren Arzt auf die Teilnahme an einer Patientenschulung an.